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Winter 4/2022

Phoenix’s Last Song

22.10.2022 - 19:00   Berlin

// Ausstellung: 25.09.-04.11.2022, Berlin //

In der Videoinstallation „Phoenix’s Last Song“ von Dorine van Meel werden die Betrachter*innen mit der Legende des paradiesischen (hier weiblichen) Vogels konfrontiert, der auf die Erde kommt, um zu sterben. Während die Sonne den Scheiterhaufen aus Zweigen, auf dem sie liegt, in Brand setzt, singt die Phönix ein Lied für das Kind, das aus ihrer Asche geboren wird. Ihre Worte sind ein Aufruf, jenseits patriarchaler, kapitalistischer und kolonialer Machtstrukturen zu denken und zu leben, die die Welt, wie wir sie kennen, bestimmen.

Der Text stützt sich auf die Arbeiten feministischer Denkerinnen wie Audre Lorde, Adrienne Rich, Simone de Beauvoir und Emma Goldman, die sich alle damit beschäftigen, auf welche Weise Institutionen – wie etwa die bürgerliche Familie, staatliche Bildungseinrichtungen und der Rechtsapparat – Kinder in diese Machtstrukturen einschreiben. Vor diesem Hintergrund eröffnet „Phoenix’s Last Song“ einen visionären Raum, um sich vorzustellen, wie aus der Verbrennung des Alten eine neue Welt entstehen kann.

Dorine van Meel lebt und arbeitet zwischen Brüssel und Amsterdam. Für ihre künstlerische Praxis nutzt sie Videoinstallationen, Performances und kollaborative Projekte. Ihr Interesse an diskursiven Praktiken, feministischen Methoden und selbstorganisierten Formen der Zusammenarbeit spiegelt sich in den kollektiven Projekten wider, die sie initiiert.

Die Ausstellung „Phoenix’s Last Song“ findet als Kooperationsprojekt und im Kontext der transnationalen Ausstellung „Empowerment“ (10.9.22-8.1.23) des Kunstmuseum Wolfsburg statt.

Zeit: 5.09.-04.11.2022, Mi-Sa 16-19 Uhr
Ort: alpha nova & galerie futura (Am Flutgraben 3, 12435 Berlin)
www.galeriefutura.de