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Sommer 2/2020

Symposium: Sexismus – Rassismus. Machtverhältnisse und Wechselwirkungen aus Sicht der Geschlechterforschung

30.6.2017 - 11:00   Universität Duisburg-Essen, Campus Duisburg Gerhard-Mercator-Haus

Rassismus und Sexismus sind Machtverhältnisse, die von gesellschaftlichen Strukturen und Diskursen ebenso wie von Individuen hervorgebracht und aufrechterhalten, aber auch in Frage gestellt und verändert werden. Auch umgekehrt wirken diese Machtverhältnisse in teils ähnlicher, teils unterschiedlicher, aber immer komplexer Art und Weise auf Individuen, Strukturen und Diskurse ein. In ihren komplexen Verflechtungen erzeugen und organisieren Rassismus und Sexismus somit Verhältnisse von Hierarchie und Ungleichheit, Privilegierungen und Benachteiligungen, von Dominanz und Unterordnung, in die Individuen ebenso wie Organisationen und Institutionen eingeschlossen sind.

Mit dem Symposium möchte das Netzwerk Frauen- und Geschlecherforschung die Wirkungsweisen und insbesondere die Wechselwirkungen von Rassismus und Sexismus in den Blick nehmen und danach fragen, wie sich Sexismus und Rassismus gegenseitig konstituieren. Wie funktioniert Othering – wie können alltägliche Praktiken Menschen ausschließen und vermeintliche Mehrheiten schaffen? Warum stößt eine offene Auseinandersetzung mit rassistischen Strukturen in der Wissenschaft, anders als im US-amerikanischen Kontext, auf so große Widerstände? Im Mittelpunkt der Vorträge und des Podiumsgesprächs stehen die Fragen, wie eine antirassistische und antisexistische Praxis aussehen kann und welchen Stellenwert queere und queer-feministische sowie rassismuskritische Perspektiven in der Frauen- und Geschlechterforschung einnehmen können.

Zur Anmeldung: http://www.netzwerk-fgf.nrw.de/netzwerk-interaktiv/veranstaltungen/anmeldung/