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Winter 4/2022

MANIFESTiert Euch! (Queer-)Feministische Manifeste seit den Suffragetten

20.1.2023 - 19:00   Berlin

Ausstellung ❘ 18.11.2022 – 22.01.2023 ❘ Künstlerhaus Bethanien (Kottbusser Straße 10, 10999 Berlin) ❘

MANIFESTiert Euch! ist ein Appell und eine empowernde Hymne auf das (queer-)feministische Manifest als Bestandteil einer andauernden Protestkultur und als Medium, insbesondere der zeitgenössischen Kunst und Kultur.

Die Ausstellung zeichnet ausschnitthaft die Entwicklung (queer-)feministischer Manifeste nach und zeigt öffentliche, oft politisch motivierte Statements von Frauen*, trans und nicht-binären Personen in unterschiedlichen Kontexten. Die verschiedenen Feminismen erweitern sich dabei von weiß und akademisch geprägten Ausformungen der 1960er- und 1970er-Jahre immer weiter hin zu einem intersektionalen Verständnis: Neben Kategorien wie dem biologischen Geschlecht und der Geschlechtsidentität, Alter oder (Dis-)Ability, Klassen- und Religionszugehörigkeit werden Diskriminierungserfahrungen qua Segregation, kolonialer Machtstrukturen oder (spät-)kapitalistischer Arbeitsverhältnisse zentral. Während in den vergangenen Jahren #metoo zum kollektiven Aufbegehren vieler prominenter Frauen* in der Öffentlichkeit führte, gewann parallel dazu und seit 2013 verstärkt durch die #BlackLivesMatter-Bewegung Black Feminism spürbar an gesamtgesellschaftlicher Präsenz. Auch die verheerende Vergegenständlichung der Umwelt wird in feministischen Manifesten zunehmend reflektiert. Dabei rücken ökologische Fragestellungen und die Kritik an einer meist männlich codierten Zerstörungsgewalt und Hybris in den Fokus. Parallel dazu entwickeln sich auch im Techno- und Cyberspace immer mehr einflussreiche Statements von Frauen*, trans und nicht-binären Personen, die vom Cyborg und technoiden Schleim bis hin zum Glitch Feminism reichen.

MANIFESTiert Euch! zeigt die ungebrochen pulsierende (queer-)feministische Manifestkultur seit den Suffragetten und spiegelt deren schillernde, teils widersprüchliche Facetten wider. Dabei richtet sie ihren Fokus auf verschiedene Regionen, kulturelle Zusammenhänge und Medialitäten. Sie umfasst zum ersten Mal Manifeste in Form von Texten, skulpturalen Objekten, Installationen, Soundtracks, Videos und Performances sowie markante Dokumente zur Geschichte des feministischen Manifests. In einer Recherche-Lounge und der Begleitpublikation zur Ausstellung werden den Besucher*innen zahlreiche Manifeste zugänglich gemacht.

Eintritt frei

Mehr Infos: www.bethanien.de