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Sommer 2/2019

Feminist Futures Festival

12.9.2019 - :   Essen, Zeche Zollverein

5 Jahre CareRevolution!, 5 Jahre Pflegekämpfe, Care-Initiativen und gelebte Sorge- Alternativen. Das große Jubiläum findet auf dem Feminist Futures Festival vom 12.-15. September in der Zeche Zollverein in Essen statt. Das Festival hat fünf thematische Schwerpunkte, um die sich eine große Vielfalt an Themen gruppieren, und ist offen für alle Interessierten.

Zur Idee des Festivals:
Wir leben in einer Situation, in der radikale feministische und queer*feministische Bewegungen weltweit an Stärke gewinnen. Sie kämpfen gegen schlechte Arbeitsbedingungen und den Ausverkauf des Gesundheitssystems, gegen Gewalt, Rassismus und Umweltzerstörung und sie streiten für soziale Gerechtigkeit und gute Lebensbedingungen für alle. Damit sind sie wichtige Gegner*innen der globalen Rechten. Und sie stehen auf gegen einen neoliberalen Kapitalismus, der immer mehr Menschen in Unsicherheit stürzt.
Das Feminist Futures Festival will in dieser Situation einen Ort für Debatte und Vernetzung bieten, um uns gegenseitig zu stärken. Es wird um theoretische und um praktische Fragen gehen, um Trainings und um Organizing, aber auch um Theater, Performances und Musik.

Geplant sind ca. 90 Workshops mit Referent*innen aus aller Welt zu den Themenlinien
•    Die ganze Arbeit
•    Reproduktive Gerechtigkeit, Familienpolitiken, Care
•    Gewaltverhältnisse und Körperpolitiken
•    Sozial-ökologische Transformation
•    Postkolonialer Feminismus und feministische Interantionale

Dabei sind u.a. Cinzia Arruzza und Tithi Bhattacharya, Autorinnen des Buches „Feminismus für die 99 Prozent. Ein Manifest“, das auf dem Festival in deutscher Übersetzung vorgestellt wird. Des Weiteren kommen Aktivistinnen aus den Frauenstreik-Bewegungen in Argentinien und Chile, von #NiUnaMenos, Aktive aus Selbstorganisierungen von Haushaltsarbeiter*innen und Arbeitskämpfen in transnationalen Unternehmen, Expert*innen zu geschlechtersensibler Pädagogik aus Indien und Palästina, sowie Queer- und Transaktivist*innen aus Namibia, Brasilien und der Ukraine.
Auch aktuelle Kämpfe rund um die Pflege hierzulande werden Thema sein, genauso wie Altersarmut unter Frauen, die Situation von Geflüchteten, der Frauenstreik in 2019 und künftig sowie Fragen einer intersektionalen Bündnispolitik, die kein einheitliches ‚Wir‘ voraussetzt, aber nach gemeinsamen Wege sucht.

Das Festival ist offen für Interessierte aller Geschlechter und Altersstufen, mit sehr viel und ganz ohne Vorwissen. Die Workshops werden hauptsächlich auf Englisch, Spanisch und Deutsch stattfinden. Wir bemühen uns aber, auch für weitere Sprachen eine Übersetzung bereit zu stellen.

Die Teilnahme am Festival ist kostenlos. Es wird gemeinsame Anreisemöglichkeiten geben, Kinderbetreuung, eine Bettenbörse, günstiges Essen und Schlafplätze auf einem Zeltplatz.

Bei alledem sind wir auch auf die Unterstützung der vielen angewiesen. Wenn ihr auf dem Festival in der einen oder andern Weise unterstützen wollt – oder wenn ihr sonstige Fragen habt, meldet euch unter: femfest@rosalux.org
Dort könnt ihr auch Flyer und Plakate bestellen.

Kommt vorbei, bildet Banden und erlebt ein spannendes Wochenende!

Weitere Informationen: www.feministfutures.de und https://care-revolution.org/